CBD – Hilfe bei Krankheiten – der Wirkstoff aus der Hanfpflanze

CBD erlangte seinen größten Bekanntheitsgrad in den Jahren zwischen 2017 und 2019. Es entwickelte sich ein berechtigter Hype um den Wirkstoff. Einen schlechten Ruf erreichte die Substanz durch die Verbindung mit dem illegalen Wirkstoff THC. Wissenschaftliche Erkenntnisse haben den guten Ruf wiederhergestellt. CBD und THC sind voneinander zu trennen. Beide Wirkstoffe befinden sich in der Hanfpflanze, zeigen aber unterschiedliche Wirkungsweisen. CBD Öl kann eine große Hilfe bei Beschwerden sein.

1. Wobei handelt es sich um CBD?

Cannabidiol (CBD) ist eines der wichtigsten Substanzen aus der Hanfpflanze. Der Wirkstoff wirkt sich positiv auf die körperliche und seelische Verfassung aus. Im Gegensatz zum Tetrahydrocannabinol (THC) zeigt CBD keine psychoaktive Wirkung. Das „High sein“ bleibt aus und beeinträchtigt Sie nicht bei den täglichen Aufgaben.

1.1 Wie wirkt sich CBD auf den menschlichen Körper aus?

Die Cannabinoide stehen als Überbegriff aller Wirkstoffe. Sie gelten als Hauptbestandteil einer Hanfpflanze. Dadrunter befinden sich spezielle Wirkstoffe wie CBD, THC und CBDA, die gleichzeitig zu den bekanntesten Bestandteilen gehören. Die Wirkung ist nur dann möglich, wenn sich die Cannabinoide an etwas binden können. Hierbei kommt das Endocannabinoid System ins Spiel.

Das Endocannabinoid System besteht aus zwei Rezeptoren: CB1 und CB2. Beide Rezeptoren erzeugen unterschiedliche Auswirkungen auf den Körper. CB1 ist für die Nervenzellen zuständig und reguliert die Über- oder Unteraktivität der Neurotransmitter im Gehirn. Neurotransmitter sind mit Botenstoffen wie Serotonin, Noradrenalin, Glutamat oder Dopamin vergleichbar. Der Rezeptor CB2 befindet sich auf den Zellen des Immunsystems. Zudem wurde der Rezeptor in Zellen nachgewiesen, die den Knochenaufbau und Knochenabbau steuern.

Der Rezeptor CB1 ist für folgende Körperregionen zuständig:

– Gehirn

– Lunge

– Gefäßsystem

– Muskeln

– Magen-Darmtrakt

– Fortpflanzungsorgane

– Immunsystem

– Leber

– Knochenmark

– Bauchspeicheldrüse

CB2 beeinflusst hingegen diese Körperregionen:

– Milz

– Knochen

– Haut

– Immunsystem

– Leber

– Knochenmark

– Bauchspeicheldrüse

Zusammenfassend beeinflusst das Endocannabinoid System bestimmte körperliche Abläufe mit den CB1 und CB2 Rezeptoren. THC legt sich primär auf den Rezeptor CB1 im Gehirn und erzeugt die psychoaktive Wirkung. Zudem hemmt es die Schmerzregelkreise. Davon profitieren Patienten mit chronischen Schmerzen. CBD wirkt sich positiv auf weitere Symptome wie Übelkeit, Angststörungen, Muskelspastik (Multiple Sklerose), epileptische Anfälle und Übelkeit aus.

CBD legt sich primär auf den Rezeptor CB2. Das Immunsystem reagiert mit einer entzündungshemmenden Ausschüttung. Die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems ist bei einigen Krankheiten deutlich erhöht. Zudem stärkt die Einnahme von CBD das Immunsystem und bringt das Endocannabinoid System wieder ins Gleichgewicht.

2. Wie wird CBD aus der Hanfpflanze gewonnen?

CBD wird größtenteils aus Nutz- und Faserhanf gewonnen. Die weibliche Hanfpflanze eignet sich zur idealen Gewinnung von CBD. Es gibt drei industrielle Extraktionen. Darunter gehören:

– CBD Extraktion mit überkritischem Kohlenstoffdioxid

– CBD Decarboxylierung mittels Erhitzung

– CBD Extraktion mit Butan

– CBD Extraktion mit Alkohol

Die unterschiedlichen Verfahren tragen dazu bei, alle Substanzen sorgfältig voneinander zu trennen. Ein geringer THC-Anteil ist garantiert. In Deutschland ist ein THC-Gehalt von maximal 0,2 Prozent erlaubt. CBD-Erzeugnisse sind frei verkäuflich. Die Produkte geraten mit einem höheren THC-Anteil in die Kategorie der illegalen Substanzen. Daher sind fehlerhafte Produkte im Einzelhandel auszuschließen. Sie können bei allen in Deutschland erhältlichen Produkten davon ausgehen, dass der THC-Anteil die Marke von 0,2 Prozent nicht überschreitet.

2.1 Herstellung sowie Vor- und Nachteile von CBD-Öl

Als beliebteste Einnahmequelle gilt das CBD-Öl. Die Verfahrensweisen der oben beschriebenen Gewinnung und Extraktion bleiben gleich. Das gewonnene CBD wird anschließend mit reinem Hanföl vermischt. Als Endprodukt entsteht CBD-Öl. Der leicht heuartige Geschmack des CBD-Öls kommt von der Zugabe des Hanföls. CBD als reines Eigenprodukt zeigt einen neutralen Geschmack. Die Öle schmecken je nach Hersteller unterschiedlich intensiv.

Der THC-Gehalt darf wie bei allen CBD-Produkten nicht höher als 0,2 Prozent ausfallen. Daher ist jegliches Öl im Handel oder via Onlineshops frei von einer psychoaktiven Wirkung. Bei der Herstellung wird auf einen hohen Reinheitsgrad ohne Schwermetalle oder sonstigen Nebenprodukten geachtet. Die EU verhält sich wie bei anderen Produkten streng. Eine Überschreitung der vorgeschriebenen Werte innerhalb der EU ist nicht möglich.

Folgende prozentuale CBD-Verteilung ist in Deutschland erhältlich:

– 5 Prozent

– 10 Prozent

– 15 Prozent

– 20 Prozent

-24 Prozent

Je höher der CBD-Anteil, desto wirkungsvoller ist die Ansteuerung der Rezeptoren (CB1 und CB2) im Körper. Dies führt bei gesundheitlichen Problemen zu einem besseren Ergebnis.

2.2 Wie wird das CBD-Öl richtig dosiert?

Wählen Sie als Anfänger zuerst das CBD-Öl mit 5 Prozent CBD-Anteil. Tasten Sie sich heran, um die optimale Lösung für Ihre Beschwerden zu finden. Wichtig: Sie können CBD-Öl nicht überdosieren. Sie erreichen ggf. dieselbe Wirkung mit einer geringeren Dosierung, wodurch Sie nicht unnötig viel CBD zu sich nehmen.

Halten Sie sich an folgende Standardwerte:

1) Mikro Dosis mit 0,5 bis 20 mg pro Tag bei 5 und 10 Prozent CBD-Anteil (1,67 mg bzw. 3,5 mg CBD pro Tropfen)

Anwendung bei Kopfschmerzen, Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen, Übelkeit, Stress, Stoffwechselstörungen oder PTSD.

2) Standard Dosis mit 10 bis 100 mg Pro Tag bei 10, 15 oder 20 Prozent CBD-Anteil (3,5 mg, 5 mg 6,7 mg pro Tropfen). Diese Dosis erzielt die beste Wirkung bei den meisten Patienten.

Anwendung bei Schmerzen, Angst, Depressionen, MS, IBS, Arthritis, Entzündungen, Autismus, Autoimmunerkrankung, Borreliose oder Fibromyalgie.

3) Therapeutische Dosis mit 50 bis 800 mg Pro Tag bei 30, 40 oder 50 Prozent CBD-Anteil (kein CBD-Öl, sondern CBD-Paste).

Anwendung bei Lebererkrankungen, Krebs, Epilepsie oder schweren bedrohlichen Zuständen als unterstützende Wirkung.

Diese Dosis wird ausschließlich als therapeutische Maßnahme durchgeführt. Der behandelte Arzt entscheidet, wie oft Sie die CBD-Paste am Tag einnehmen. CBD-Paste ist im Handel frei verkäuflich und bedarf keiner direkten ärztlichen Verordnung.

CBD-Öl wird unmittelbar unter der Zunge getropft und verbleibt dort für 60 Sekunden. Danach wird das CBD-Öl heruntergeschluckt. Nehmen Sie 15 Minuten vor und nach der Einnahme keine Nahrung oder Flüssigkeit zu sich, um die maximale Wirkung zu erzielen. Mischen Sie CBD-Öl nicht mit Wasser und schlucken Sie es nicht unmittelbar nach der Einnahme herunter.

Pauschal gilt: Die Werte beziehen sich auf Personen zwischen 60 und 90KG und gelten als Standardwerte in den unterschiedlichen Kategorien. Fangen Sie mit der kleinsten Dosierung an und erhöhen Sie die Dosis täglich, bis Sie das für sich optimale Ergebnis erzielen. Verringern Sie die Dosis, wenn Ihnen die Menge hoch erscheint.

2.3 Welche CBD-Öle gibt es?

CBD-Öl in reiner Form:

Die beliebteste Form ist die Einnahme durch reines CBD-Öl direkt unter der Zunge.

CBD-Öl in Kapselform:

Die Einnahme lässt sich geschmacksneutral und einfacher als Tröpfchen dosieren. Die Wirkung tritt im Gegensatz zum CBD-Öl später ein. Die Kapsel zersetzt sich im Magen und entfaltet anschließend die Wirkung. Wichtig: Nehmen Sie die Kapseln morgens oder abends auf möglichst nüchternen Magen ein. Ein gut gefüllter Magen verhindert die maximale Entfaltung des Öls.

CBD-Öl in Speisen und Getränken:

Die Mischung in Speisen ist bedingt empfehlenswert. Ähnlich wie bei der Kapselform entfaltet sich die Wirkung später oder weniger ausgeprägt. Mischen Sie das Öl lieber in Getränke. Wasser oder Säfte werden im Körper schneller verarbeitet, wodurch sich die Wirkung des CBDs voll entfalten kann.

Als Speisen eignen sich Nahrungsmittel, die Sie eine längere Zeit zerkauen. Das CBD wird während des Kauvorgangs wie bei der direkten Einnahme unmittelbar über die Schleimhäute aufgenommen. Kuchen in allen Variationen ist für die Verarbeitung mit CBD-Öl bestens geeignet.

CBD-Öl in E-Zigaretten oder Vaporizer

Verdampfen Sie keinesfalls verzehrfähiges CBD-Öl. Sie schädigen die E-Zigarette und den Vaporizer. Möglicherweise entstehen beim Verdampfen ungesunde Nebenprodukte. Für die E-Zigarette gibt es spezielles E-Liquid mit CBD-Anteil. Die Dosierung ist mit dem handelsüblichen Öl vergleichbar. Wählen Sie zwischen 5, 10, 15 und 20-prozentiges E-Liquid. Die Wirkung tritt deutlich schneller als beim Öl ein. Die Dosierung ist schwieriger, daher empfiehlt sich die Einnahme bei erfahrenen Nutzern von E-Zigaretten.

Im Zubehör eines Vaporizers gehört die Schale für Öle. Auch hier wird kein normales CBD-Öl verdampft. Es kommen legale Blüten ohne THC und mit CBD-Anteil zum Einsatz. Die Dosierung ist ungenau, weshalb sich die Einnahme an erfahrene Personen richtet.

2.4 Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Formen

CBD-Öl unterscheidet sich von Produkt zu Produkt (auch vom gleichen Hersteller mit selbigen CBD-Anteil) in der Farbe und Geschmack. Die Farbe reicht von hellbraun bis dunkelgrün. Der Geschmack wird als heuartig, bitter oder scharf beschrieben.

Vorteile:

Das Öl wird über die Schleimhäute aufgenommen und entfaltet die Wirkung zeitnah. Die Dosierung findet über die Anzahl der Tröpfchen statt und ist anhand des CBD-Anteils von 5, 10, 15 oder 20 Prozent gut dosierbar.

Nachteile:

Der Geschmack wird selten als unangenehm empfunden. Dennoch kann sich eine Abneigung besonders beim bitteren Geschmack einstellen. Dies gilt ebenso für die Farbe. Die hellbraune bis dunkelgrüne Farbe wird von Personen als unangenehm empfunden, obwohl sich das Öl in der Regel in einer braunen Flasche befindet. Ebenso ist der Transport durch das Fläschchen im Alltag suboptimal.

CBD-Kapseln sind geschlossen und strapazierfähig. Das CBD-Öl befindet sich im Inneren der Kapsel. Die Herstellung unterscheidet sich nicht vom reinen CBD-Öl. Lediglich die Kapsel trennt das Öl von den Schleimhäuten im Mund. Der CBD-Anteil wird je nach Hersteller in Prozent oder Milligramm angegeben. Standardisierte Kapseln zeigen vier bis zehn Prozent CBD-Anteil.

Vorteile:

CBD-Kapseln sind geschmacksneutral und lassen sich sehr einfach und schneller als CBD-Öl dosieren. Außerdem gibt es kein empfindliches Glasbehältnis. Die Kapseln bestehen in der Regel aus Softgel und halten stärkeren Druck aus.

Nachteile:

Zum größten Nachteil gehört die verzögerte Wirkung. Das im Inneren befindliche CBD-Öl wird über die Magenschleimhäute aufgenommen und entfaltet die Wirkung wenige Minuten später. Zudem verzögert sich die Wirkung bei vollem Magen. Unter Umständen erreichen Sie die maximale Wirkung nach und nach. Sie verfehlen damit das volle Spektrum. Daher ist ein leerer Magen vor der Einnahme wichtig. Die Kapseln eignen sich nicht für Personen, die eine Abneigung gegen Tabletten oder Schluckprobleme haben.

CBD-Liquid ist ausschließlich für die E-Zigarette geeignet. Nehmen Sie CBD-Liquid nur in Betracht, wenn Sie generell auf einer E-Zigarette umgestiegen sind. Eine Aneignung sämtlicher Informationen für die Handhabung einer E-Zigarette für CBD-Liquid ist zu aufwendig.

Vorteile:

Nutzer von E-Zigaretten profitieren von der gleichen Handhabung. Das E-Liquid ist lediglich mit CBD angereichert. Für den Verbraucher ändert sich der Nutzen und die Wirkung. Die Wirkung tritt unmittelbar nach dem Konsum ein.

Nachteile:

Der CBD-Anteil ist in Milligramm und nicht in Prozent angegeben. Es gibt Liquid mit einem maximalen Gehalt von 1000 mg pro 10ml. Die Dosierung fällt dadurch unkomfortabel aus. Dies hängt besonders mit dem Rauchverhalten und die Größe des Tanks zusammen. Zum Vergleich: 5-prozentiges CBD-Öl enthält 500 mg CBD. Durchschnittlich nehmen Sie 3-Mal täglich 5 Tropfen zu sich. Welche Menge Sie in der E-Zigarette für die gleiche Wirkung verdampfen müssen, lässt sich nicht genau definieren. Hier gilt: Tasten Sie sich an die entsprechende Menge heran.

2.5 Welches CBD-Liquid ist für die E-Zigarette geeignet?

Eine direkte Empfehlung für ein bestimmtes Produkt gibt es nicht. Wenden Sie sich an Ihren E-Liquid-Händler. Der Händler kennt die besten Liquids aus den Erfahrungswerten seiner Kunden. Wenn Sie sich selbstständig auf die Suche machen, dann achten Sie auf folgende Kriterien:

Der Preis: Wählen Sie ein anderes Produkt, wenn der Preis zu gering erscheint. Die Herstellung von CBD ist komplex, weshalb der Preis etwas höher ausfällt. Bei sehr günstigen Produkten können die CBD-Angaben falsch sein.

Die Bewertung: Schauen Sie im Internet nach Bewertungen, die authentisch wirken. Bewertungen mit „Authentifizierter Kauf“ oder Bewertungen, die nur nach Kauf abgegeben werden können, entsprechen der Wahrheit. Bestellen Sie das Produkt nicht, wenn Ihnen der Name seltsam vorkommt, die Rechtschreibung ungenau ist oder die Bewertungen inhaltlich identisch wirken.

Die Herstellung: Achten Sie auf die Herstellungsmethoden. Hochwertiges CBD-Liquid wird über die überkritische CO2-Extraktion hergestellt. Greifen Sie selbst als Raucher zu Liquids ohne Nikotin. CBD sollte möglichst als reine Form eingenommen werden.

2.6 CBD-Kristalle als Allrounder

CBD-Kristalle eigenen sich primär für Personen, die gute Erfahrungswerte mit CBD-Öl, Kapseln oder E-Liquid sammeln konnten. Aus allen CBD-Produkten gehören die Kristalle an oberster Stelle. Der Grund: Der Reinheitsgrad liegt bei circa 99,6 Prozent. Ein Gramm der Kristalle zeigt einen Wert von 0,996 mg CBD mit 0,0 Prozent THC. Die restlichen 0,4 Prozent bestehen aus Cannabidivarin. CBDV ist ein weiteres Cannabinoid ohne psychoaktiver Wirkung. Die CBD Kristalle bestehen zu 100 Prozent aus Cannabinoiden ohne Zusatzstoffe.

Einnahme von CBD Kristallen:

Sauberes Dabben: CBD Kristalle eigenen sich ideal zum Dabben. Dabei werden die Kristalle verdampft und unmittelbar konsumiert. Dazu benötigen Sie:

– Eine Dab Rig

– Einen Brenner

– Einen Cap Dabber

– Reine CBD-Kristalle (99,6 Prozent Reinheitsgrad)

Zuerst wird der Öl-Behälter des Dab Rigs mit dem Brenner aufgeheizt. In der Regel besteht die gesamte Dab Rig aus Borosilikatglas. Dieses Glas eignet sich für hohe Temperaturen und Öle aller Art. Erst bei 515 Grad Celsius wird es kritisch.

Legen Sie die CBD Kristalle langsam und stückchenweise in den Öl-Behälter. Die Kristalle verdampfen, sobald sie den Boden des Behälters berühren. Inhalieren Sie den Dampf und rühren Sie mit dem Cap Dabber im Behälter etwas herum. Schließen Sie den Behälter mit der Cap am anderen Ende des Cap Dabbers, damit sich der Dampf nicht im Raum verflüchtigt.

Verarbeitung in Lebensmitteln:

CBD-Kristalle sind geschmacksneutral und lassen sich in allen Lebensmitteln verarbeiten. Achten Sie vor der Einnahme auf einen möglichst leeren Magen. Mischen Sie die CBD-Kristalle in Joghurt, Quark oder ins Frühstück.

Verarbeitung in E-Liquids:

Im Gegensatz zum CBD-Öl lassen sich CBD-Kristalle verdampfen. Sie benötigen zwangsläufig keinen Dab Rig oder mobilen Vaporizer. Mischen Sie die CBD Kristalle mit Ihren handelsüblichen Liquids. Schütteln Sie das Gemisch circa eine Minute lang. Warten Sie, bis sich die gebildeten Luftbläschen von selbst auflösen. Füllen Sie das Liquid in Ihre E-Zigarette und genießen Sie Ihre Lieblingssorte mit CBD-Zusatz.

3. CBD Blüten als Alternative zu Ölen und Kristallen

CBD Blüten stammen ebenfalls von der Hanfpflanze. Die Aufzucht und Pflege ist mit allen Hanfpflanzen vergleichbar. Dies sind spezielle Sorten mit einen CBD-Anteil und einen THC-Gehalt von unter 0,2 Prozent. In den Blüten befindet sich bis zu 20 Prozent CBD. Die Aufzucht dauert mehrere Wochen und die Pflege und der Trocknungsprozess sind aufwendig. Dadurch entsteht der erhöhte Preis für CBD Blüten.

Einnahme von CBD Blüten:

Die Blüten eignen sich perfekt für den Vaporizer. Bei circa 200 bis 240 Grad verdampft das CBD aus den Blüten. Vaporizer sind je nach Modell mit zwei Varianten ausgestattet: Die Einnahme über einen kleinen Ballon, der unmittelbar nach Erhitzung mit CBD-haltigen Dampf gefüllt wird. In der zweiten Variante agiert der Vaporizer als eine Art Shisha mit Schlauch. Sie konsumieren den Dampf direkt aus der Quelle. Die erste Variante ist empfehlenswert. Die Dosierung ist einfach: Wiegen Sie die gewünschte Menge ab und befüllen Sie damit den Vaporizer. Erhöhen Sie die Dosis um Milligramm oder Gramm, wenn Sie keine Wirkung bemerken.

Vorteile:

Es gibt verschiedene Zuchtarten mit unterschiedlichen Geschmackssorten. Außerdem lassen sich CBD Blüten mit Knaster mischen, um einen eigenen Geschmack zu kreieren. Knaster sind Kräuter ohne Nikotin zur Rauchentwöhnung. Der Dampf ist gesünder als die herkömmliche Verbrennung. Beim Verdampfen entstehen keinerlei Giftstoffe. Mit CBD Blüten nutzen Sie die natürlichste Form von CBD. Die Blüten wurden getrocknet und das CBD nicht extrahiert, weshalb Anbieter nur prozentuale Angaben zum Inhaltsstoff CBD geben können. Hier gilt: Je höher der CBD Wert, desto stärker tritt die Wirkung ein.

Nachteile:

CBD Blüten eignen sich nicht für den mobilen Einsatz. Sie können die Blüten in Lebensmittel verarbeiten oder direkt verspeisen. Unter Umständen mag es für die Außenwelt seltsam wirken, wenn Sie mit CBD Blüten unterwegs sind. CBD Blüten lassen sich optisch kaum von Cannabis unterscheiden.

Sie können die CBD Blüten verkleinern und beispielsweise mit Tabak oder Knaster vermischen. Dies verfehlt den Sinn der Einnahme. CBD soll sich positiv auf Ihren Körper auswirken. Daher ist das Verbrennen oder Mischen mit nikotinhaltigem Tabak nicht empfehlenswert. Verdampfen Sie die Blüten oder verarbeiten Sie sie in Lebensmittel.

4. Täuschung durch falsch deklarierte Produkte

Die falschen Öle: Achten Sie beim Kauf von CBD-Öl explizit auf die Produktbeschreibung und den angegebenen Inhaltsstoffen. Manche Onlinehändler werben mit falschen Ölen, die einen angeblichen CBD-Anteil vermitteln. CBD wird mit Hanföl gemischt, um CBD-Öl zu erhalten. Manche Shops bieten reines Hanföl an und vermarkten das Öl geschickt als CBD-Öl. Es werden zur Täuschung typische Bilder des braunen Fläschchens gewählt und die Wirkung von CBD hervorgehoben.

Hanföl ist nichts anderes als ein fettes Pflanzenöl. Dieses Öl wird aus den Samen des Nutzhanfs gewonnen. Das Öl ist mit Oliven- oder Sonnenblumenöl vergleichbar und wird in der Küche zum Kochen genutzt. Es gilt als sehr gesunde Alternative zu anderen Ölen. 100ml Bio Hanföl in kaltgepresster Form kostet im Durchschnitt rund 5 Euro. Teilweise wird reines Hanföl in 10ml Flaschen für über 30 Euro angeboten, wodurch der Gewinn für den Shop hoch ist. Eine Wirkung ist nicht zu erwarten.

Die Vermarktung falscher CBD Blüten basiert auf ein ähnliches Prinzip. Die Züchtung der Hanfpflanze fällt individuell aus. Daher gibt es Sorten mit CBD, THC oder beiden Inhaltsstoffen. Nutzhanf hingegen hat weder CBD noch THC. Die Blüten eignen sich geschmacklich ideal für Tee oder zum Aufbereiten von Speisen. Das Verdampfen ist nicht gesundheitsschädlich. Achten Sie primär auf die Inhaltsstoffe, bevor Sie sich für Blüten entscheiden. Manche Anbieter umschreiben Nutzhanf mit der besonderen Wirkung durch CBD, obwohl kein CBD vorhanden ist.

Die Anbieter machen sich nicht strafbar, da in der Produktbeschreibung explizit Nutzhanf verkauft wird. Lassen Sie sich durch eine gut ausgeschmückte Beschreibung zum Thema CBD nicht täuschen. Nutzen Sie alternativ Suchmaschinen, um den Shop auf seine Vertrauenswürdigkeit zu prüfen.

5. Studien zur Wirksamkeit von CBD

Seit jeher herrscht ein Krieg zwischen natürlichen Produkten zur Linderung von körperlichen Problemen und der pharmazeutischen Industrie. Es gibt einen interessanten Spruch: „Nur ein kranker Patient ist ein guter Kunde“. Bestimmte Firmen aus der Pharmaindustrie haben ein Patent zu gewissen Produkten. Andere Unternehmen dürfen die Produkte nicht herstellen, wodurch ein Monopol entsteht. Dadurch kann das Unternehmen entscheiden, wie hoch der Preis ausfällt.

Auf natürliche Produkte wie CBD besteht kein Anspruch auf ein Patent, da das Produkt in der Natur vorkommt. Dieser Fakt wird zur größten Konkurrenz der Pharma-Unternehmen. Dies ist ein weiterer Grund, warum die Wirkung von CBD-Produkten angezweifelt wurde.

Einige wissenschaftlich fundierte Studien belegen die Wirksamkeit von CBD:

1) Im New England Journal of Medicine wurde davon berichtet, wie CBD die Anfälle beim Dravet-Syndrom vorbeugend verhindert. Die Studie ist im Original unter folgender URL zu finden: https://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa1611618

2) Ebenso wurde untersucht, wie CBD bei behandlungsresistenter Epilepsie wirkt. Die Studie ist unter folgender URL zu finden: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/26724101

Ähnliche Studien zu Angststörungen, Depressionen, psychotischen Symptomen, sozialer Phobie und vielen anderen Krankheiten sind im Internet zu finden.

6. Fazit und Schlussworte

CBD wirkt bei einer Vielzahl und schweren Krankheiten. Dennoch darf es nicht überbewertet und als Allheilmittel angepriesen werden. Das Produkt ersetzt in vielen Fällen pharmazeutische Arzneimittel mit pharmakodynamischen Eigenschaften, die sich negativ auf den Körper auswirken können. Darunter fallen viele nicht natürliche Produkte mit chemischen Verbindungen.

CBD wirkt von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bei einigen Personen lindert es Probleme, die teilweise über Jahrzehnte zur Belastung wurden. Andere Personen berichten von gar keiner Wirkung. Es ist wichtig, dass Sie sich an der richtigen Menge herantasten. Sie sind nach der ersten Einnahme nicht sofort geheilt. Die richtige Dosierung ist entscheidend.